Begegnung unterhalb der Gerebenuskapelle

Unsere Gemeinde lebt von den Menschen, die in ihr leben und wirken und ganz besonders vom ehrenamtlichen Engagement vieler Gruppen und einzelner Personen.
Alle gemeinsam sorgen für ein lebendiges, vielfältiges, buntes, kritisches und sehr aktives Gemeindeleben, auf das wir als kleinste Gemeinde im Pastoralen Raum sehr stolz sein können.

Mit dem zweiten Fest der Begegnung haben wir besonders dieses ehrenamtliche Engagement wieder in den Mittelpunkt gerückt. Dazu sprach Marita Gesthüsen als Vertreterin beider Gremien, Pfarreirat und Kirchenvorstand:

"Zum zweiten Mal Fest der Begegnung, entstanden aus der Überlegung: Was wird aus der Gerebernusprozession, wenn die Sonsbecker Kirmes nicht mehr zeitgleich stattfindet? In Kooperation mit den Schützenbruderschaften und dem Pfarreirat ist daraus im letzten Jahr dieses Fest entstanden. Wir haben es im letzten Jahr als ein sehr schönes Fest erlebt und  Sie sind gleich wieder alle nach dem Gottesdienst eingeladen noch zum traditionellen Fahnenschwenken zu bleiben und anschließend gemeinsam bei gutem Essen und Trinken miteinander hier zu verweilen.

Mit diesem Fest wollen wir aber auch das Ehrenamt in den Fokus rücken, ohne das ein lebendiges Miteinander bei uns in der Gemeinde nicht möglich wäre.

Wir haben sehr viele Gruppen und Vereine, Einzelpersonen unterschiedlichen Alters, alte Hasen und neu dazugestoßene, die diese Vielfalt möglich machen. Und besonders in diesen Zeiten, in denen sich viele Menschen ob der vielen verunsichernden Nachrichten belastet oder auch überlastet fühlen, ist es allen EhrenamtlerInnen besonders hoch anzurechnen, dass sie TROTZDEM ihre Zeit und Energie für andere Menschen, Interessen oder Themen einsetzen.

In Politik und Gesellschaft, aber auch in den kirchlichen Strukturen im Bistum, ändert sich gerade viel. Dem ein oder anderen wird der Begriff des „Pastoralen Raums“ ja schon etwas sagen. Ich wiederhole mich da gerne auch immer wieder: die engere Kooperation der vier Pfarreien Sonsbeck, Alpen, Rheinberg und Xanten ist natürlich eine aus der Not geborene Veränderung: weniger Kirchenmitglieder, weniger Geld, weniger Personal.

Dennoch: Wenn wir diese Gemeinde lebendig halten wollen, dann wird das NUR über uns gehen, die, die wir vor Ort leben, die die wir an dieser Gemeinde hängen, die, denen dieses Miteinander etwas wert ist. Und nur wenn wir miteinander den Schulterschluss wagen, dann erhalten wir altes und liebgewonnenes, und schaffen Neues.

In den beiden Gremien Kirchenvorstand und Pfarreirat, in denen ebenfalls Ehrenamtliche Verantwortung übernehmen, spüren wir jetzt schon die großen Herausforderungen, die die Veränderungen des Pastoralen Raums mit sich bringen.

Dabei ist es kein Geschenk, Entscheidungen zu treffen, zu denen das Herz "Nein.", aber der Verstand oder auch das Bistum "Ja." sagen. Es ist schwer, unliebsame Beschlüsse fassen zu müssen, die bei Menschen in der Gemeinde für Ängste, Ärger und Groll sorgen.

Es ist schwer, die Menschen bei allen Entscheidungen mitzunehmen und für alle gute Lösungen zu finden, die auf die Zukunft ausgerichtet sind.

Manchmal ist es auch eine Überforderung, ein Zuviel.
Das wird vielen EhrenamtlerInnen in ihrem Kontext von Zeit zu Zeit so gehen.

Ich danke im Namen der beiden Gremien allen, die sich ehrenamtlich diesen, oft auch unliebsamen Aufgaben, die sonst niemand übernehmen möchte, stellen.

Ich bitte alle anderen, dies mit Wertschätzung und Toleranz zu honorieren und die EhrenamtlerInnen in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Der Zeitgeist ist gerade nicht Pro-Kirche. Die Kirche ist derzeit nicht die einfachste Plattform, um sich zu engagieren, aber es lohnt sich an so vielen Stellen für so viele Menschen.

Ich möchte den Bundestrainer der Deutschen Nationalmannschaft Julian Nagelsmann hier gerne zitieren: „Wenn wir immer nur in Tristesse verfallen, und alles ist grau und alles ist schlecht, dann wird sich keiner verbessern. Ich glaube, wir können alle anpacken, dass es nicht so traurig ist, wie es gerade wirkt und nicht alles schwarzgemalt werden muss, wie es gerade schwarzgemalt wird. Man kann immer Probleme sehen – und wir haben Probleme im Land. Man kann aber auch immer von Lösungen sprechen.“

Und, ja genau, wir haben Probleme in unserer Kirche, aber genau das, was Julian Nagelsmann anspricht: Wir müssen den Blick auf die möglichen Lösungen richten, anstatt alles schlecht zu reden, EhrenamtlerInnen zu bedrängen und Entscheidungen immer nur zu verurteilen.

Wir brauchen den Schulterschluss miteinander, denn am Ende sind wir die Menschen vor Ort, wir sind Sonsbecker, Labbecker, Hamber, die wir hier leben und gemeinsam dieses Gemeindeleben lebendig halten können.

Allen, die das jetzt schon tun, ein ganz herzliches Dankeschön."

 

Terminkalender

Hier gelangen Sie direkt zum aktuellen Terminkalender. Bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Seelsorgeteam

Hier gelangen Sie direkt zu unseren AnsprechpartnerInnen rund um die Seelsorge.

Pfarrbüro

Hier gelangen Sie zu unseren Ansprechpartnerinnen im Pfarrbüro.

Pfarrbrief

Unser Pfarrbrief erscheint 3x jährlich, zur Fastenzeit/Ostern, zu Pfingsten und zum Advent.

Sie haben Neuigkeiten, die wir dort veröffentlichen sollen? Oder Sie schreiben oder fotografieren gerne?

Sie sind herzlich willkommen, sich an der Gestaltung, der Berichterstattung oder an der Verteilung unseres Pfarrbriefes zu beteiligen.

Wenden Sie sich bei Interesse gerne an Marita Gesthüsen,
gesthuesen@bistum-muenster.de